Kamtschatka immer eine« solchen Vorrath vonGetreide oder Mehl zu halten, dals nie ein Man-gel an diesem nothwendigen Bedürfnis entste-hen konnte.
Die Ursache, warum die Einwohner vonKamtschatka so selten ihren Tisch mir Argalis,Rennthieren, Hasen, Jinten und Gänsen versehen,ist der Mangel an Pulver. Der Transport des-selben, aus den Europäischen Provinzen Rn Is-lands, ist nicht nur beschwerlich, sondern auchmancherlei Zufällen unterworfen, da oft dieWaaren einer ganzen Karavane durchnäfst wer-den; und gefährlich, weil man nach Ochotzknichts in Tonnen, sondern nur in zugeschnürtexiledernen Schläuchen verführen kann. Es hatsich ereignet, dafs ganze Dörfer beim Transportvon Fulvev abgebrannt sind : Pulver wird dahernur seifen zum Frivatverkaufe gebracht, undjetzt ist es ganz und gar, der vielen Mifshräuchewegen, zuzuführen verboten, obgleich ohne Pul-ver den Kamrschadaleu ihre gezogenen Ilöhre,auf welchen vorzüglich ihre Sicherheit beruht,nichts nützen, indem sie der Baren wegen, vondenen sie oft angefallen werden, nie ohne gela-denes Gewehr sich von ihren Häusern entfernen.Sie kaufen sich daher heimlich Pulver, wo sienur welches bekommen können, zu einem sehrhohen Preise. Sie bezahlen oft 5 und 6 Rubelfür ein Pfund Pulver, und drei Rubel für dasPfund Blei. Der Kamtschadale verwahrt daherdas wenige, was er sich mit so grofsen Kosten