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Gelde übergeben habe, und ruhiger dabei gewe-sen sey, als er vielleicht in einem Wirthshausein St. Petersburg gewesen seyn würde. Der ein-zige Fehler des Kamtschadalen ist Hang zumBranteweintrinken; dieser ist aber vorzüglichdem Interesse zuzuschreiben, welches die Kauf-leute haben, ihn auf das flelfsigste zu nähren.Ein mäfsiger Gebrauch von starken Getränkenist in diesem rauhen Lande notlnvendig, und eswäre etwas leichtes, die Kamtschadalen dann undwann mit einer geringen Quantität zu einem bil-ligen Preise zu versorgen, statt dafs sie jetztmehrere Monate hindurch denselben entbehrenmüssen, und dann, sobald es ihnen nur mög-lich ist, das Letzte weggeben, um sich zu berau-schen.
Die Kamtschadalen haben alle die christliche.Religion angenommen. Auch die GriechischeGeistlichkeit in Kamtschatka ist ein Gegenstand,den man einiger Aufmerksamkeit würdigensollte, da ihre Verbesserung höchst notlnvendigist. Ich habe zwar nur Gelegenheit gehabt,zwei Popen zn sehen, den von Peiropawlov.sk .und den Popen aus Bolschereizk, welcher letz-tere bald nach unserer Ankunft mit einer grofsenMenge von sehr kostbaren Pelzwerken in St. Pe ter und Paul eintraf, allein nach beendigten Ge-schäften sogleich wieder zurück reisete. Vonseiner Aufführung kann ich also nichts sagen.Der Pope von Petropawlovsk aber war ein