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auf ihrer Fahrt von Macao nach Canton, sich vonbewaffneten Boten zweier in der Bocca Tigris he-genden Englischen Fregatten convoyiren lassen,nachdem sie schon einmal in Gefahr gewesen wa-ren, diesen Räubern in die Hunde zu fallen. .DieEnglische Brigg Harrier von 18 Canonen, Capi-tän Radsey, kreuzte hier schon seit io Wochen,so wie auch zwei bewaffnete Portugiesische Fahr-zeuge; das eine von diesen hatte kürzlich eineBataille mit So Räuberboten gehabt, war indefsdoch so glücklich gewesen, sich durchzuschlagen.Nur der starke Sturm konnte die von uns gese-hene Flotte abgehalten haben, uns anzugreifen.Diese Ptäuber hätten um so gewisser ihres Er-folgs gegen uns seyn können, da wir nicht dengeringsten Argwohn hatten, und ihre Schiffe fürFischerböte hielten, die, wie bekannt, hier ingrofsen Flotten auf den Fischfang ausgehen *),
*) Die Nachricht von diesen Rauhem war kürzlich auchnach Europa gekommen. In einem in Kamtschatka erhal-tenen Briefe von meinem Freunde, dem Etatsrath Wurst,warnte er mich, vor diesen Chinesischen Scciuubern aufluclaci Ilm £u tnyi i. Icli glaubte indeis, dats unter denSeeräubern die Malayen gemeint wären, die auch die Chi nesische See sehr gefährlich machen, und oft mit demglücklichsten Erfolge Europäische Schiffe angegiiffen ha-ben ; auf wirkliche Chinesische Seeräuber verfiel ich garnicht. Die Malayen halten sich vorzüglich an den Küsten,von Palawan , Borneo , ur.d dem Eingänge der Strafse vonMalacca auf.