Band 
Dritter Theil.
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gewinnen sey. Das erstere ist nun wie man schonaus den Formeln des vorhergehenden §. ersieht, die nochLei wertem nicht alle diejenigen Umstände umfassen, nachwelchen be:m Schießen und Werfen gefragt wird we-gen der all zu weitlaustigen und beschwerlichen Rechnun-gen, wenigstens für jeden einzelnen Schuß oder Wurfgeradehin unmöglich. In wiefern man jedoch in einigenFällen, z. B. bei dcr Construktion von praktischen Schuß-tafeln auf diese Lehre Rücksicht nehmen könne, wird manin der Folge sehen. Daß man aber bei allgemeiner An-wendung der Theorie des Widerstandes zur Berechnungder Flugbahn, der Dauerzeit, des Aufschlagswinkels u.s. w. einzelner Schüsse und Würfe auch sogar für die Be-schwerden solcher Rechnungen unbelohnt bleibt, zeigenfolgende Betrachtungen:

1) Der Druck oder die Größe des Widerstandes derLuft gegen die bewegte Kugel, ist zwar in den meistenneuern mathematischen Schriften, gleich dem Gewich-te einer prismatischen Säule von der flüssigen Masseangenommen, welche die größte Kreisfläche der Ku-gel zur Grundfläche, und die Hälfte der zu ihrerGeschwindigkeit zugehörigen Fallhöhe zu ihrer Längehat, sLeonhardi Mechanik §, nr. No. dieserSatz ist aber demungeachtet nur annäherungsweisewahr. Don ihm sind jedoch alle Formeln der Wi-derstandslehre abhängig.

2) Die Spannung und Dichtheit der Luft ist in denverschiedenen Schichten, welche die Kugeln durch-streichen , in Absicht des Gewichtes der über ihnenliegenden Luftmassen, der Feuchte oder Trockenheit,der Elektricität rc. viel zu verschieden, als daß dieGröße des Widerstandes während der ganzen Dauer-zeit des Schusses oder Wurfes, wenn sich die Ge-schwindigkeit der Kugel nicht änderte, für jgleichangenommen werden kann; und doch ist es nicht