Band 
Dritter Theil.
Seite
63
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Seelenachse kann aber den Kanonenpendel um denselbenElongationswinkel aus seiner vertikalen Lage schwin-gen, und in sofern darf man einen solchen Stoß anstattder Totalsumme des Elasiicitätsdrucks der Pulverkraftsubstituirt denken. Ein solcher Stoß giebt dem Schwin-gungspunkte des Kanonenpcndels in vertikaler Lage die Ge-schwindigkeit Hg sl(X (Leonhardi Mechanik §.148)

oder, s in so fern ^ ^ 3 . z« 4 ^-zo.« (Leon-hardi Trigonometrie H. 5 Nr. n) und ^ ^ " (1)

auch-k'-ag; zugleich aber der Kugel die Geschwindig-keit V. Die korrespondirende Geschwindigkeit desjenigenPunktes der Seelenachse, welcher in vertikaler Lage desPendels senkrecht unter der Aufhangungsachse hangt,ergiebt sich hieraus als die vierte Proportionale zu s, k»und der so eben bestimmten Geschwindigkeit, nemlich

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- 4 4-!A sioder ^ 7'2a§.

In diesem Punkte kann man sich nun eine Masse vondem Gewichte ^-7- an einem einfachen Pendel von der

Länge b aufgehangen vorstellen, die, von jenem für denClasticitatsdruck der Pulverkraft substituirten momenta-nen Stoß getroffen, um denselben Elongationswinkel zu-rückschwingen würde. Es ist nemlich das Drehungsmo,nieirt des Kanoncnpendels O dem statischen Momentedesselben multiplicirt mit der Lange des gleichzeitigen ein-fachen Pendels (Leonhardi Mechanik tz. 150).

Nun läßt sich am Pendel in jedem andern Abstandet- eineandere Masse in- anbringen, ohne im mindesten die Be-legung zu verändern, wenn nur rn- dem vorigen Schwin-öungsmomcnte dividirt durch das Quadrat dieses Absian-

des b-, also ^7 gleich ist (Leonhardi Mechanik §. - 43 ).