Band 
Zweiter Theil, Zweite Abtheilung.
Seite
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Hofes, und selbst Einige aus seiner Familie, mitdarin verwickelt waren. Er hielt es daher derKlugheit gemäfs, den weitern Untersuchungen,welche darüber an gestellt worden waren, einEnde zu machen. Das Manifest, welches er betdieser Gelegenheit ergehen liefs, ist in der Thatsowohl des Stils, als vorzüglich der Klugheitwegen merkwürdig, welche man darin entdeckt,um auf eine feine und anständige Art sich auseiner üblen Sache zu ziehen. Man fand es be-denklich, den schuldig Befundenen, ihrer "Würdeund ihres Ansehens wegön, den Procefs zu ma-chen, obgleich es bekannt war, dafs mehrere dervornehmsten Personen des Reichs angeklagt wa-ren, Tneil an der Verschwörung genommen zuhaben. Sie ganz frei zu sprechen, wäre ein of-fenbarer Beweis von Schwäche gewesen, welchersich ein Chinesischer Kaiser in den Augen seinerUnterihanen nicht schuldig machen darf. DerKaiser sagte daher in seinem Manifeste: dafs dieAussagen des Mörders falsch seyu nnifsten, daer es hir unmöglich halle, dafs diejenigen, die erals die treuesten Diener seines Staats ansähe,sielt der Theilnahme eines so abscheulichen Ver-brechens schuldig machen könnten. Man müfsteden Mörder wie einen tollen Hund betrachten,welcher -Menschen aufuilr, denen er begegnet,ohne deshalb mii andern zu einem solchen An-fälle verbunden gewesen zu seyn. Es giebt so-gar, hftifst es im Manifeste, einen Vogel, welcherseine eigene Mutter friist, ohne dafs er dazu