hatte. Wahrscheinlich hatte man diesem Botenmehr als gewöhnliche Vorsicht in Betreff der ihmanvertrauten Papiere empfohlen, indem er an-fänglich vorgab, er komme aus einer andern Pro-vinz. Sobald man die Falschheit seiner Aussageentdeckte, schöpfte man Verdacht gegen ihn, erward arretirt, mit seiner Charte und den Briefennach Peking geschickt, und dort auf die Torturgebracht, um zu bekennen, von wem er abgesen-det worden. Der Bote nennt den Italiäner A d-judati. Dieser wird sogleich in Verwahrunggebracht, und seine Wohnung, so wie die aller inPeking befindlichen Missionare, aufs strengstedurchsucht. Da man gegen alle Missionare Arg-wohn geschöpft halte, so schickte man die vonA d j u d a t i abgesendeten Briefe dem Russischen Bischöfe zur Untersuchung. Dieser entschlugsich indefs des ihm gehässigen Auftrages , unterdem Vorwände, dafs er nicht hinlängliche Kennt-nisse von den Sprachen, in welchen die verschie-denen Briefe geschrieben waren, besäfse, umüber ihren Inhalt einen richtigen Bericht abstat-ten zu können. Durch diese Erklärung des Rus sischen Bischofs wurde mancher gereuet, undsie ist von den Missionaren mit Dank erkanntworden. Die Religionsbücher, welche von denMissionaren ins Chinesische und Tatarische über-setzt worden waren , wurden nicht nur confiscirtund verbrannt, sondern auch den Missionaren ihrBekehrungseifer als ein Verbrechen angerechnet.
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Zweiter Theil, Zweite Abtheilung.
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