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Hat der Mond Einfluss auf die Witterung und andere irdische Verhältnisse?
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mag wohl schon vorgekommen sein, daß da oder dort einKröpf zugenommen hat und daß gleichzeitig der Mond imWachsen begriffen war, aber was hat man für einen Grundhier einen Zusammenhang zwischen diesen zwei Ereignissen,Mond und Kröpf, anzunehmen?

Don diesem Mondaberglauben führt Arago ein auf-fallendes Beispiel an, es habe nämlich ein gewisser Toaldo,Professor in Padua , der bereits fixe Ideen über die Realitätder lunarischen Einflüsse im Kopfe hatte, im Jahr 1770 eineSchrift herausgegeben, in welcher er ausrief:wer weiß nichtaus seiner eigenen Erfahrung, wie viel schneller die Nägelund Haare wachsen, wenn man um sie zu beschneiden, denZeitpunkt des wachsenden Mondes, anstatt der Zeit seinerAbnahme gewählt hat?"

Nach Plinius hat nicht nur der Mond, sondern es habenauch die Sterne vielfältigen Einfluß auf das Gedeihen derPflanzen. Er sagt z. B.alle Saaten erhalten von dem Aus-fluß aus der Milchstraße , wie aus einem Euter, einenmilchigen Saft*) . . . wenn die reine und milde Luft jenenmilchigen Saft auf die Erde kommen läßt, so schießen dieSaaten fröhlich auf; wenn aber Mond den kalten Thau übersie ausgießt, so wird die Frucht durch die beigemischte Bitter-keit getödtet."

Am Himmel bemerkt man einen Sternengürtel, welcherwegen seines weißlichen milchfarbigen Schimmers, schon imAlterthum die Milchstraße genannt wurde. Wahrscheinlichwurde PliniuS durch diesen etwas poetischen Namen zu demGlauben verleitet, daß von diesem milchweißen Gürtel einmilchiger Saft ausgehe, der den Pflanzen zukomme! Wirhaben keine Ursache den Plinius deßwegen zu belächeln, indemeine Masse solcher abergläubischen Meinungen auch bei unserm

*) U. 18. o. I,ü. Ounot» 'ssta Isotosount..

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