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glaubliche Menge elektrischer Materie darinn an-gehäufet werden und durchführen, ohne sie zubeschädigen.
§. 20 .
Um sich nun zu überzeugen, daß die Gewit,termaterie, wie man vermuthet hatte, wörtlicheElektricität sey, schlug Herr Lranklin vor, dieProbe mit Aussteckung metallener Stangen zumachen. Hiedurch müßte selbige aus den Ge-witterwolken,' wie von einem electrisinen Kör-per, aufgefangen, und wenn sie durch andereKörper verhindert würde, von der Stange ab-zufließen , so daran angehäufet werden, daßman Funken daraus locken könnte u. s. f. Wenndieses einträfe, so sähe er ein, daß man sich ausck>en dem Grunde des Metalles, wennesaüffenan einem Gebäude von oben herunter bis aufdie Erde, oder bis ins Wasser ginge, zur Ab-leitung der Gewittermaterie bedienen könnte,damit sie nicht durch andere Theile des Ge-bäudes drünge. Da diese Gedanken 17s i. inEuropa bekannt gemachet wurden, so machtenim folgenden rysLsten Jahre Herr Dalibacdund Herr Delor in Frankreich zuerst den wört-lichen Versuch, aus einer bloß durch die Ge-witterluft electrisirten Stange Funken zu ziehen,
und
such mit einer in einem zugelötheten metallene»Gefässe eingeschlossenen Maschine, würde keineElectricität zeigen, weil sie in die Maschine,daraus sie entspringen müßte, wieder zurückginge, und also die positive und negative Ele-ctricität einander aufhöben.