um 6 IJlir sahen wir die Insel St. Helena inWKW in einer Entfernung von 4 ° Meilen. Wirlegten während der Nacht bei, und bei TagesAnbruch befanden wir uns ungefähr 20 Meilenvom Lande. Um 9 Uhr schickte ich den Lieute-nant L ö w e n s t er n ans Land, den Gouverneurvon unserer Ankunft zu benachrichtigen. Bisir Uhr lavirten wir unter geringen Segeln» undfolgten dann mit dem Schiffe. Um halb ein Uhrwarfen wir in der Bai von St. Helena, nach einerFahrt von 56 Tagen von der Strafse Sunda, undvon 79 Tagen von Macao , Anker. Die Tiefebetrug 13 Faden. Der zweite Anker wurde inNW gelegt.
Wir trafen die Newa hier nicht an. Nur eineinziges Englisches Kauffartbeischiff lag in derBai. Sehr selten ist die hiesige Rhede so sehrvon Schiffen entblöfst, als sie es jetzt war. Wirerfuhren, dafs nur 14 Stunden früher der Eng lische Capiiän Popham mit einer ansehnlichenFlotte zur Eroberung von Buenos Ayres von hierabgesegelt sey, einer Expedition, die von vielenEinwohnern der Insel getadelt ward. Hier erhiel-ten wir auch die Nachricht von dem seit kurzemausgebrochenen Kriege zwischen Rufs]and undFrankreich .
Ich fand in dem Gouverneur, Obristen Pat-ron, einen sehr artigen zuvorkommenden Mann,der uns mit der gröfsten Höflichkeit aufnahm,und mit vieler Bereitwilligkeit alles anbot, waser zu geben im Stande war. Er gab Befehl, die