Band 
Vierter Band.
Seite
267
JPEG-Download
 

Sabbats - MarrdaL

für die Landschaft.

267

ZJ J R Bürgermeister, Klein undGroße Räthe, so man nennet dieZw^l'"ndt'rt der Stadt Zürich, thun kund män-n ' ^ nachdeme Wir mit Mißfal-

ln llnd Bedauren immerhin wahrnehmen müs-sen , wie die Feyer und Heiligung des Sonntags,die Uebung des Gottesdienfts, die Bestrebungder Predigten an Sonn - und Werktagen auf ei-ne höchst sündliche, ärgerliche und strafbare Wei-se gering geachtet, verabsäumet, und geschändetwird ; Wir, Unserer theuersten Pflichten für dasleibliche und geistliche Wolwesen Unserer Stadtund Unsers ganzen werthen Vaterlands erinner-lich, übermalen höchst nothwendig ansehen, Un-sere ehevorige ernstliche Befehle und Verord-nungen, solche Uebel, Misibräuche, und Aerger-nissen auszureuten, und einen jeden zu einemehrbaren Christgeziemenden Wandel zu vermö-gen, mithin allenthalben einen wahrhaftigen Ei-> fer für die Ehre Gottes und seinen Dienst zupflanzen und rege zu machen, dahin zu wteder-! holen: Daß vorderft jedermann sich der in Un-§ serm leztverkündetenGrossen Mandat vorgeschrie-benen Kirchen-Kleidung befleisse, und besonders! die Weibspersonen in der Kirche des Tragens ei-! teler Zierathen, und was sonst Aergerniß geben- könnte, sich enthalten.

2. Daß demnach die Predigtstunden und Kin-derlehren/ von A lten nno Jungen fleißig besucht

1