Kur; - Vegriffenltche
Anleitung,
wie die dißmahlen unter dem Hornvieh undPferdten grassierende Seuche zu erkennen und zuheilen seye.
^nno 17;».
^L)iesere Krankheit bestehet in einer oder mehrernBlatern, auch Schrunden, so auf der Zungen,unter derselbtgen, und auch auf der Seiten der Zun«gen des kranknen Horn. Viehes sich hervor thun, foAnfangs weiß, hernachmals roth, und endlich vastschwarz sich erzeigen. Dtesere Blasen, so sie zersprin-gen , verwandeln sich in ein krebsachtiges und bran-digs Geschwür, so die Zunge langshin bis an dasOrt, wo dteselbige anfangt, ausholet, durchfrisset,und ganz durchschneidet, darauf das Vieh in wenigZeit crepteren muß: Deswegen solle man fleißig desTags zwey oder drey mal auf das Vieh genaue Ach»tung geben, die Zungen ordentlich besichtigen; zuwelchem Ende in allen Orten und Dörfern sollen ver-ständige Männer bestellet werden, welche täglich vonHaus zu Haus gehen, um die Zungen des Viehes zubetrachten, oder den Leuten Anleitung geben, daßsie täglich ihr Vieh, wie verdeutet, besorgtnd; undso bald man ein oder etliche obbemeldter Blatern andem einten oder andern Ort wahrnimmt, ohne An-stand auf nachgesetzte Weis Hand an die Cur legen;weilen das Uebel fo geschwind überhand nihmet, daßin Zeit von 24 Stunden der kalte Brand auf dm