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höchsten Grad steiget, und das Drey creplert, ohn-geacht das Vieh sein Futer aufzehret und seine Ar-beit verrichtet.
Wo das Vieh annoch gesund ist, dienet folgen-des Praeservativ-Mittel:
Therickc oder Orvietan z Ouintlt.
§ Ms-OmE
Pfeffer groblecht zerflossen 2 Quintlt.Wachholder - Beeri 2 Quintli.
Ein zerflossene Muscatnuß von mittelmäßigerGrösse.
Dises thut man alles in einen saubern Hafen, undschüttet eine halbe Maaß guten rothen Wein darü-ber, und lasset solches wol verdeckt, wenigstens fünfoder sechs Stund eingeweicht stehen. Wann man es demViehe eingeben will, so muß man solches zuvor wolherumrütteln und unter einander« schütteln, damit so-wol der Wein, als das eingeweichte könne beyge-bracht werden; benamtlich von diesem Trank einenhalben Stozen. Es solle aber solches dem Viehnicht gegeben werden, es seye dann, daß das Vieh infünf oder sechs Stunden nichts gefressen habe.
Auch dienet folgendes Mund-Wasser. Man nehme2 Loth, Pfeffer, 4 Loth Salz, z Loth Knoblauch;zerflösse diese z Stuck, gtcsse daran ein Maaß Eßtch,lasse es vier Stund stehen, und wasche hernach dieZungen mit einem wollenen Tuch sauber aus.
In allen Stahlen solle ein Rauch gemachet wer-den, von Wach-vder Räckholder-Holz und Beeren,oder in Mangel dessen von tsnnenem oder anderm Ryß:Man kann auch Enzian - Pulver und Räckholder-Beerezerflossen, und mit Salz vermengt, dem Vieh unterdem Futer geben: