Band 
Fünfter Band.
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einher , doch kennt er in diesem Grade der Krankheitnoch seinen Meister, und murret nicht gegen ihn. Indt-hn Umständen ist der Biß schon gefährlich, dochwert weniger als im ferneren Fortgang der Krank-heit: Bey dem Hunde aber ist die Krankheit schon un.heilbar, man muß also den Hund ohne Verzug todschlagen.

In dem dritten Grade der Krankheit entfliehetder Hund auf die Strasse; bald gehet er taumelndund schwankend, bald rennet er schnell weg, meistensgeraden Wegs, zuweilen wendt er sich plötzlich auf dieSeiten, zuweilen rennt er in einem Kreiß herum.Er schnappet nach allem, was ihm in den Weg kömmt,oder was er erblickt, Menschen und Thieren, auch un-belebten Körpern; er athmet schnell, läßt die Zungeaus dem Mund hervorhangen, welche ein bleyfärbt-ges Aussehen hat, und mit häufigem Schaum bedecktist; die Augen find niedergeschlagen, trüb, wässertcht,oder sandtcht. Dieser Zustand dauert höchstens zo.Stunden; endlich fallt der Hund ganz entkräftet nie-der ; zuweilen bleibt er plötzlich tod, zuweilen richteter fich wieder auf, und schleppt fich nach einige Mo-ment fort, bis er tod niederfällt. In diesem letztenKrad der Krankheit ist der Biß äusserst gefährlich, jaohnsehlbar tödtlich, wann man nicht schleunig die beß-ten Mittel gebraucht.

Je näher der Hund seinem Tode ist, je gefährli-cher werden die Bisse desselben, weil die Verdorben-heit des Speichels immer fich vermehrt. In diesemsteckt eigentlich das Gift, und tue Wunde von demBiß wird nur darum so gefährlich, weil der giftigeSpeichel in dieselbige gebracht wird. Es ist daherwenig oder nichts daran gelegen, ob die Wunden grös-ser oder kleiner seyen; auch die kleinste Ritze kann töd-lich werden, wann ein sehr verdorbnev Speichel dar-