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Sechster Band.
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endlich eine fehruere Anleitung ziir Behandlungder Verletzten für die Wundärzte mitgetheilt

r. Beschreibung der Wuth an den Hunden.

Die Krankheit hat auch bey den Hunden ihreverschiedene Grade, und ste verrathet sich durchfolgende Kennzeichen, noch ehe sie gefährlich ist.

Der Hund, welcher vorher ganz munter ge-wesen, wird traurig, mürrisch, unruh g, undentdeckt einen Eckel gegen Speisen und Geträn-ke , insonderheit gegen das Getränke; Sobaldman dieß bemerkt, muß man den Hund ein-schließen oder anbinden, und einem Kenner indie Cur geben.

Nach diesen Kennzeichen vermehrt sich das Ue-bel gar geschwind, der Hund stiehl die sonstgeliebte Gesellschaft der Menschen, und der Eckelgegen die Speisen und sonderlich gegen das Ge-tränke vermehrt sich; er kann nicht mehr bellen,sondern murret nur, und zeigt sich bey dem An-blick unbekannter Personen zornia; er laßt Kopf,Ohr und Schwanz sinken, das letztere fallt be-sonders in die Augen, weil bey gesunden Hun-den der Schwanz allezeit übersich gekrümmt ist;hier hingegen sich zwischen die Hintern Schenkelnidsich biegt; Er gehet schwankend und schläfrigeinher, doch kennt er in diesem Grad der Krank-heit noch seinen Meister, und murret nicht ge-gen ihn- In diesen Umständen ist der Bißschon gefährlich, doch weit weniger als im fer-nern Fortgang der Krankheit schon unhei.bar,man muß ihn also ohne Verzug todt schlagen.

In dem dritten Grad der Krankheit entstiehtder Hund auf die Strasse; bald seht er tau-melnd und schwankend; bald rennt er schnellweg, meistens geraden Wegs; zuweilen wendter sich plötzlich auf die Seiten; zuweilen rennt