Band 
Erster Theil.
Seite
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Gesandte Laxman war kein Hofmann, dabeivon niedrigem Range, und von zu schlichtemBenehmen, um bei einer argwöhnischen Nation,die nach dem Unheil der Europäer mehr aufäußern Pomp als innern "Werth sieht, einenwirksamen Eindruck zu machen. Zehn Jahrewaren verflossen, ohne dafs man sich die Be-willigung des Japanischen Kaisers zu Nutze ge-macht hätte. Die Erweiterung des Russischen Handels unter Alexanders I Regierung, schieneine nähere Verbindung mit den östlichen Rei-chen nothwendig zu machen, und es wurdebeschlossen , eine neue Gesandtschaft nach Ja­ pan zu schicken, bei welcher die vorigen Feh-ler vermieden werden sollten. Auf die Bemer-kung, welche in einer über diesen Gegenstandgehaltenen Beratschlagung *) gemacht wurde,dafs durch die Ambassade die Rückkunft derSchiffe um ein volles Jahr verzögert und da-durch die Handels - Vortheile der Expedition ge-schmälert würden, beschlofs der Kaiser, das fürdie Gesandtschaft bestimmte Schiff ganz aufseine Rechnung zu nehmen, wobei Er der Ame-

*) Dieser Versammlung wohnten bei: der Commerz-Minister Graf Romanzoff, der Minister der See-macht, Admiral T s c h i t s ch a g o f f, welcher seit eini-gen Monaten dem Admiral Mordwinoff im Ministe-rium gefolgt war ; der Herr von Resanoff, und dieDiiectoren der Amerikanischen Compagnie.