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Gewitter und starke Blitze kündigten uns einenGewii lersturm an, der sich auch um i Uhr inder Nacht einstellte. Er war indessen von kei-ner Dauer. Nach einer Stunde klärte es sich■wieder auf, und ein frischer Wind wellte ausWSW, der einige Tage anhielt, und mit hohenWellen SW begleitet war. Am 15. hatten wir■wieder eine Windstille; ich benutzte diese Ge-legenheit und lieft ein Boot herunter. Dr.Horner und Dr. Langsdorff fuhren ab,um mir. der Hai eschen Maschine die Wärmedes Meerwassers zu untersuchen. Die Tempe-ratur der Luft war 18 Grad, an der Oberflächedes Wassers 19-5, und in einer Tiefe von 95Faden, wo das Thermometer iS Minuten blieb,19 Grad. Das Wasser in dieser Tiefe, miteinem Mikroscop untersucht, war ganz klar.
Da wir seit einigen Tagen sehr feuchteWitterung gehabt halten, so lieft ich fast täg-lich in der Wohnung der Matrosen Feuer an-machen, und bei dem geringsten Sonnenscheinihre Kleidung und Betten trocknen. Am 15. inder Nacht und den folgenden Tag wutde dasSchiff durch eine holte See* merklich beunruhigt.Die Wellen wälzten sich von NW; der Windwar aber sehr schwach. Wir sahen eine Mengegrofser Fische, von der Art der Delphine, 12bis 15 Fufs lang, um das Schilf schwimmen;einige schwammen nach SW, andere in einerentgegengesetzten Jlichtung. Um 5 Ulir Abendsänderte sich der "Wind nach NO und weitete