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für die Götter, damit sie dem Verstorbeneneine sichere und ruhige Fahrt nach der Un-terwelt zugestehen mögen. Di*»se Gabe, welchedie Priester in Empfang nehmen, wild von ih-nen heimlich verzehrt, und nur ein kleinesStück unter einem Steine verwahrt. Die Freunde,oder die nächsten Veiwandten des Verstorbenenmüssen, dann einige Monate bei der Leiche wa-chen, und sie beständig mit CocosÖl einreiben,um die Fnulnifs zu verhüten. Der Leichnamwird durch dieses Einreiben hart wie Stein, undunzerstörbar. Zwölf Monate nach dem erstenFeste wird ein zweites nicht weniger verschwen»derisches Mahl gegeben, um den Göttern zadanken, dafs sie den Verstorbenen glücklich injener Welt haben ankommen lassen. Damitendigen sich die Begräbnifsfeste. Die Leichewird alsdann in Stücke zerbrochen, die Kno-chen in einen kleinen Kasten von Brotfrucbt-holz eingepackr, und nach dem Morai oderBegräbnifspfa tze gebracht, welchen Personenweiblichen Geschlechts bei Todesstrafe nichtbetreten dürfen.
Ein allgemeiner Glaube an Hexerei, welchevon allen Insulanern als sehr wichtig angese^hen wird, scheint mir einige Beziehung aufihre Religion zn haben: denn es sind nur diePriester, die, ilue.r Aussage nach, dieser Zau-beikraft mächtig sind; obgleich auch Einigeaus denn Volke vorgeben sollen, das Geheimnifszu besitzen, wahrscheinlich um sich furchtbar