Band 
Erster Theil.
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Östlich waren. Obgleich Dr. Horner's, meineund des Capitän Lisianskoy Beobachtungensehr genau ubeveinstimmten, so w^ren wir den-noch geneigt, diesen unbegreiflichen plötzlichenUnterschied eher unser« Distanzen als den Chro-nometern beizumessen, allein mit Unrecht;denn bei unserer Ankunft in Owaihi fanden wirN° 128 um 55' 5o" und N ö 1856 um n'oo"zu Östlich.

Der Wind war immerfort stark aus NO undNOlO mir hohen Wellen aus NO, die eine sehrunangenehme Bewegung des Schiffs verursach-ten. Das Schiff zeigte jetzt zum erstenmal ei-nen Leck, und zwar einen so starken, dafszwei-, oft auch dreimal, des Tages gepumptwerden mufste. Der Leck war indefs nicht ge-fährlich, und nur dadurch entstanden, dafs dasSchiff jetzt um vieles leichter als bei unsererAbreise aus Europa war, also sehr viel höheraus dem Wasser stand. Das Werg, womit dieFugen an der Wasserlinie kalfatert sind, warganz verfault, und das Wasser drang daherbei der geringsten Bewegung hinein. Vor un-serer Ankunft in Kamtschatka konnte diesemÜbel nicht abgi'liolfun wt'iden, und ich bedau-erte nur, dafs das beständige Tumpen meineLeute bei der grofsen Ilitze sehr ermüdete.

Donnerstag den 7. Juni Morgens um 6 Uhr,schätzte ich mich nur noch in einer geringenEntfernung von der Östlichen Seite von Owaihi,und veränUeite daher den Curs von NNW nach

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