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aus Werchnoy, mehrere Tonnen gesalzene Fi-sche für die Mannschaft, uud 5 grofse Fässerwilden Knoblauchs, den man in Kamtschatka Tscheremscha nennt, und der vielleicht dasbeste antiscorbmische Mittel, und ein vortreff-liches Surrogat für Sauerkraut ist. Der Auf-rufs auf den wilden Knoblauch, welcher 4 Wo-chen hindurch täglich ei neuert werden kann,giebt ein gesundes und nicht unschmackhafresGetränk ab. Sogar erhielten wir mehrere Lek-keibissen für unsern Tisch, als eingesalzenesRennthierfleisch, gesalzenes Wild, Argali oderBergschafe, gesalzene wilde Gänse u. s. w. jund dieses alles verdankten wir der Güte desGouverneurs, der, so zu sagen, ganz Kam tschatka zu unsenn Besten in Bewegung gesetzthatte. Vor seiner Ankunft hatten wir auch inKamtschatka nichts als Fische genossen.
Am 6 . September wandte sich der Windnach NW , und wir gingen unter Segel. DerGouverneur kam sogleich an Bord, uns eineglückliche Reise zu wünschen. Kaum war dasSchiff vollkommen unter Segel, so salutirteuns die Festung mit 1 3 Canonen, die ich mitgleicher Anzahl erwiederte. Der Wind war soschwach, dafs wir nur mit Hülfe der Ebbe unda Boten, die uns bogsirten, um etwas fort-rückten. Da sich aber um Mittag die Flutheinstellte, so waren wir gezwungen, im Ein-gänge der Strafse, die aus der Bai Awatschains Meer führt, in 7 Faden einen Anker fallen