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Handbuch zum Militairunterricht für Schweizeroffiziere aller Waffen : als Versuch eines Vertheidigungssystems der schweizerischen Eidgenossenschaft / [Johannes Wieland]
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mehrere Seiten desselben / mehr oder weniger ausgesetzt sind/wird das Profil stärker oder schwächer gemacht.

Verstärkungen des Profils werden auch durch die Beklei-dungen erzielt/ welche aus gezimmertem Holz (Balken undDielen) aus Reisfaschinen/ (Flechtwerk und Hürden) undaus Rasen bestehen/ um die aufgeworfene Erde fest zusam-men zu halten und das Ersteigen zu erschweren.

Bei Feldverschanzungen wird auch oft statt einem regu-lären Profil/ blos ein Aufwurf mit einem innern oder äus-ser» Einschnitt gemacht/ um steh schnell einzugraben und gegendas feindliche Geschütz gedeckt zu seyn; Ein solcher Auf-wurf gleicht einem Laufgraben/ und es werden gewöhnlichZäune/ Straßen oder Mauern dabei benutzt. Eben so ver-schieden find die Profile/ welche bei abhängendem Boden/um eine Verschanzung von oben herab oder von unten heraufanzulegen/ bewerkstelliget werden müssen.

L2i) Bei allen Verschanzungen find die ausgehendenWinkel die schwächsten Theile/ daher dieselben auch nichtgegen jene Seite gerichtet werden sollen/ von welcher derFeind erwartet wird/ wenn ste nicht durch andere Theileslankirt stnd. Wenn man nur ein Geschütz hat/ und demFeind einen ausgehenden Winkel entgegenstellen muß / wirdsolches dahin aufgepflanzt; hat man aber mehrere Feuer-schlünde/ so werden ste links und rechts dieses ausspringen-den Theils angebracht/ um denselben zu bestreichen. Wennman dem Feind nicht einen solchen Winkel entgegen stellenmuß / so wird das Geschütz/ auf derjenigen Seite des Werksaufgefahren/ von welcher der Angriff erwartet wird.

622) Die beste Art das Geschütz aufzupflanzen/ ist wennman auf denjenigen Stellen hinter der Brustwehr/ wo die-selben zu stehen kommen/ eine Bank macht/ welche hochgenug ist/ um über die Abdachung wegfeuern zu könneneine Länge bat/ daß das Geschütz nicht allein Raum zumStehe«/ sondern auch für den Rücklauf erhält und zugleichbreit genug ist/ daß die Kanoniere neben dem Geschütz Platzzur Bedienung haben. Eine Auffahrt oder Rampe führt aufdiese Stiickbäncke/ worauf die Bettung von Holz gelegt wird.