zu Ablichtung der Scharfschützen, 39
ter Söhnen von gelernten lagern und Forstbedien-ten, die in der Hoffnung eines zukünftigen'Forst-dienstes ihr Heben eine Zeit lang für ihr \ aterlandwagten. In Wäldern aufgewachsen, an jede Lageund Witterung gewöhnt, mit allen Arten von Ter-rain vertraut und zum richtigen Schiefsen, zu Listund Gewandheit durch die von zarter Kindheit angetriebene Iagd gewöhnt, leisteten, sie den Armeenbey dem gänzlichen Mangel ähnlich geübter leich-ter Infanterie ungemein viele und wichtige Dienste.Zwar hatte man damals, obgleich alle Gefechte ausder Ferne, entschieden wurden, noch immer dieschon oben berührte Idee, dals mit dem Geschäfteeines Iägers etwas Unedles verknüpft sey. Wäh-rend hierdurch gewissermaßen die Furcht für derTruppengattung mehr, als es nöthig war, vermehrtwurde, gab man einem Iäger, wenn man seiner hab-haft werden konnte, nicht leicht Pardon. Demun-geachtet vermehrten sich die Iugercqrps gegen dasEnde des Kriegs ungemein, und in allen folgendenKriegen glaubte man vorzüglich für die Sicherheitder Armeen zu sorgen , wenn man ihnen mit Büch-sen bewaffnete Corps beygab. Auch hier irrte derMensch, weil sich, wie Haller sagt, „sein Aug’ am„Kleid der Dinge stöfst.“ Gerade die Bewaffnungder Iäger war am wenigsten für den leichten Trup-pendienst tauglich. Die Büchse konnte nur äusserstlangsam geladen werden, an ein lebhaftes Feuern,wovon oft im kleinen Krieg, vorzüglich wenn manden Feind über die Bewegungen der Hauptarmeeungewifs lassen will, alles abhängt, war. gar nichtzu denken. Hatte der Iäger einmal seinen Schufsaus der Büchse, so war er auch jedem beherztenFeinde, der ihm schnell auf den Leib gieng, mitseiner einzigen blanken Vertheidigungswaffe, dem