zu Ablichtung der Scharfschützen. 55
aber es schien, dafs durch das unnötliig vergosseneBlnt von Hunderten von Schlächtopferu, die demallgemeinen Vorurtlieile fallen lnufstcn , die Vor-theile, welche dadurch erreicht würden v nicht zutlieuer erkauft waren,
Ich habe mich gern bey dem Bilde eines gu-ten neufranzösischen Infanteristen ein wenig ver-weilt, theils, weil noch manche aus Unkundc oderEigensinn den I influfs tnilskennen, welchen dieseErscheinung auf die Verbesserung der Taktik habenkann und inufs; theils weil in diesem Bilde dieZüge eines nach allen Forderungen der neustenKriegskunst vollkommen gebildeten Infanteristenüberhaupt aiizutreffen sind. I.eicht gekleidet undbewaffnet, munter, thäfig, voll Vaterlandsliebe, mi-litairischein Geist und ruhiger Verachtung des To-des, in allen Leibesübungen geschickt, gegen je-des Klima und jede EntbeJjrung abgehärtet, geübtim Gebrauch seiner Waffen und auf jedem Bodenbald einzeln, bald in gedrängter Schaar zu fechtengelehrt; — — — diese Eigenschaften, die sich eingrofser Theil der französischen Infanterie gegendas Ende des Krieges erworben batte, sind es inder That, wozu wir unsere leichten Truppen, wennsie. etwas taugen sollen, in Zukunft bilden müssen;und nach IVIaasgahe, wie sich eine Bildurigs - undÜbungsmethode diesem Zwecke nähert oder davonentfernt, werden wir uns im Stande finden, über, ihreGüte oder ihre Fehler zu urtheilen, ohne dafs wirzu fragen brauchen: wie mau in Berlin oder Wien darüber denkt. Wir wollen sehen, wie weit Frank-reichs mächtigste Feinde darin gekommen waren.
Der grofse Friedrich -hatte, ausser dem ste-henden Iägerbataillon und 2 Freyregimdntarn, dieer, durch die neueren Kriegsbegebenheiten aufmerk-