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Instruction zu Abrichtung der Scharfschützen : nebst Anmerkungen und vorausgeschickten Winken über die Tendenz der Taktik des Fussolks und die Geschichte der leichten Infanterie seit der Erfindung des Schiesspulvers / [Heinrich Philipp Reinhard von Porbeck]
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75
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zu Ablichtung der Scharfschützen. 75

Unterthanen nicht wie die französischen gleichsamzu leichten Truppen geboren sind.

Wirklich haben auch die Preussen seit demFrieden nicht unbeträchtliche Schritte gethan. Aus-ser der Annahme des Hessischen Marsches der Ab-schaffung vieler unnöthigen Grille und der leichte-ren Bewaffnung haben sie noch auf andere Art ihreInfanterie gelenksarner zu machen gesucht, und das5te Glied theils als Reserven, theils zum Plänkelnnützlicher als bisher zu verwenden gesucht. EinigeBataillons-Conunandanten haben angefangen, ihre Fü-siliere zum zerstreuten Gefecht nach dem Ilorn sehrzweckmälsig zu unterweisen. So werden auch beyvielen Regimentern die Schützen recht gut im De-bandiren und Scheibenschiefsen unterrichtet. Sietragen jetzt Stöcke, welche unten mit einem Stachelzum Einstecken und oben mit einem halbmondför-migen Ansatz von Messing zum Auflegen des Ge-wehres versehen sind. Letzteres ist eine leichteBüchse mit krummen Zügen und einem Stechschlofsund langen Bayonnet. Die nöthigsten Übungenund Signale sind durch eine Cabinetsordre vomißten Iuny ißoi für das Debandiren gleichförmigbestimmt.

In Churhessen hatte man zwar i. I. 1796 auchdie preussisphe Einrichtung mit den Scharfschützenangenommen; aber erst seit 2 Iahren werden alleleichte Truppen nach der vom Major Ochs, einemkenntnifsvollen Officier, verfafsten Instruction imGefecht in der ansgedehnten Ordnung zweckmälsigunterwiesen.

Die landgräflich hessischen leichten Truppensind noch, nach den von Schäfferischen Grundsätzenunterrichtet; doch fehlte es ihnen auch noch bis-her an einer den ganzen Unterricht der leichten