Versuch einer Instruction
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gute Brust und einige Anlage zur Musik hat, be-stimmt. Findet sich kein ganz taugliches Subjectunter den Spielleuten, so weiden Leute aus derLinie dazu ausgesucht. — Unter den Hoboisten
des Regiments inufs wo möglich sich einer befin-den, der im Halbmondblasen Unterricht geben kann.D ieser hat die beyden ausgesuchten Hornisten imBlasen aller Signale wohl zu unterweisen. So langedieses geschieht, sind solche dienstfrey; so bald*ie aber gehörig blasen können, haben sie ihrenDienst wie andere Spielleute oder Gemeine zu ver-richten und rücken nur dann mit dem halben Mondaus, wenn die Schützen debandirt exerciren sollen,Ihr Platz ist beständig urimittelbar hinter dem com-mandirenden Officier, dar ihnen die verlangte Be-den Instrumente'am häufigsten um Zeichen damit zu geben.Der Führer von Uri und Unterwalden rief das Volk inZeiten der Gefahr mit dem Horn eines Auerochsen, derFfihrer von Luzern mit einem ehernen Horn. Andere Can-tone der Eidgenossen folgten dem Ton der Trompeten. Daslange gebogene Jagdhorn, das von 9einer Gestalt die Be-nennung: halber Mond erhalten hat, verdankt wahr-scheinlich erst dem nordamericanischen Kriege seine Ein-führung zum Gebrauch der Truppen. Die Messen brach-ten es mit nach Deutschland , und von ihnen nahmen cadie Preufsen und Andere an. Es giebt zwar, ohne der Bmstwehe zu thun, nur vier nicht sehr wohlklingende Tönean; indessen ist es durch diese Einfachheit desto ver-ständlicher und kann bey günstiger Witterung auf eineStunde Wegs weit gehört werden. Bey den Franzosenkonnte es, wahrscheinlich wegen seiner unmelodischenStimme, ungeachtet seines »»bezweifelten Nutzens nichtdas Bürget recht erhalten, obgleich im Anfang des Kriegesein Versuch damit gemacht wurde. Sie begnügten sichmit Trommelsignalen. Die Kaiserlichen hatten gar keineuBegrilT von Signalen bis der Marquis deChasteler auch bey•einen Jägoru Zeichen mit Hörnern geben lief«.