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Instruction zu Abrichtung der Scharfschützen : nebst Anmerkungen und vorausgeschickten Winken über die Tendenz der Taktik des Fussolks und die Geschichte der leichten Infanterie seit der Erfindung des Schiesspulvers / [Heinrich Philipp Reinhard von Porbeck]
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146
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146 Versuch einer Instruction

die Fehler des Feindes brave leichte Truppen beiecli-tigen können.

Wenn die gegenseitigen Plänkler auf einanderstofsen, so feuern ohne weitere Arfweisung diejeni-gen Rotten, welchen Feinde schufsrecht gegenübersind, auf die §. 25 bis 29 gezeigte Art mit Wechse-lung der Glieder. Nur ist zu merken, dafs jede Rottefür sich feuert, ohne sich um ihre Nebenrotten zubekümmern, aufser in so fern sie im Avanciren, beymVor- und im Retiriren beym Zurücklaufen daraufRücksicht zu nehmen hat, dafs sie immer mit der Li-nie in gleicher Höhe bleibt.

Eine debandirte Linie wird nie im heftigen undallgemeinen Feuer mit rechts- oder linksum marschi-ren können. Ist daher eine Flanquen - Bewegung imFeuer ungestümer feindlicher Plänkler nöthig, sokann solche nur nach §. 31 ausgeführt werden. Vor-züglich gut wird dieses von Statten gehen, wenneine hinter einem Graben oder Dainm vortheilhaftpostirte Schützenlinie einen vorüberziehenden Feindmit einem mörderischen Feuer in Fronte, Flanqueund Rücken verfolgt. Marschirt aber eine Linie vonSchützen aus der Flanque, und wird hier -und dadurch einzelne vorwitzige Feinde geneckt, oder istder Marsch im Ganzen durch das Terrain gedeckt,und nur an einzelnen Stellen dem Feuer feindlicherPlänkler ausgesetzt, die sich in das freye Feld vorge-wagt haben, so tritt die Anwendung des im 30 §. gezeig-ten Feuers mit folgendem Unterschied ein. Die ganze #Linie bleibt ruhig im Marsch, ohne sich im minde-sten irre machen zu lassen, und kein Schütze darf