unter Hells Nachfolger, dem verdienstvollen U. F. Tries-necker, einerseits die unabweisliche Nothwendig-keit sich mit eigentlichen Messungen zu befassen, wollteman hinter den Forderungen der Zeit nicht ganzzurückbleiben, so wie andererseits die Schwierigkeit,unter den gegebenen Verhältnissen solches Strebenauch nur einigermaßen genügend zu befriedigen. Aneinem kleinen Heliometer von Dollond fand Trics-neckcr so ziemlich die einzige Gelegenheit, in prakti-scher Astronomie Rühmliches zu leisten, und warf sichso wie sein Adjunct Bürg hauptsächlich auf Berech-nung von Beobachtungen anderer Institute.
Dies war der Zustand des hiesigen Observatoriums,als mein Vater im Jahre 181!) die Leitung derAnstalt übernahm und sich bemüssigt sah, sofort dieErbauung einer neuen Sternwarte zu beantragen,die dann mit Personale und Instrumenten gehörigauszustatten wäre; denn nach Bürgs Pensionirunggab es keinen Gehilfen des Dircctors mehr, währenddie Räumlichkeit des Institutes jede Ersetzung dervöllig veralteten durch neue Werkzeuge unthunlichmachte. Mein Vater mühte sich sieben Jahre langab, diese Grundbedingungen einer ersprießlichen Thä-tigkeit der Wiener Sternwarte zu erreichen, und fassteals Situation des künftigen Observatoriums die seit-her durch Bahnhöfe, Schienenwege, Maschincnwcrkstätlenu. s. w. für solche Zwecke unbrauchbar gewordeneAnhöhe zwischen Linicnwall und Belvcdcre ins Auge.Als er aber endlich zu der Ueberzeugung kam, daßman, Dank sei es den verschiedensten, der Sache ganzfremden Interessen, die sich von allen Seiten geltendmachten, das Projcct einer neuen Sternwarte nurbenutze, um jede etwa noch denkbare Verbesserungdes bestehenden Institutes hinauszuschieben, entschloß