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Die neue Sternwarte der Wiener Universität / von Karl v. Littrow
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12
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der Behandlung der Instrumente aus Mangel anFestigkeit der Aufstellung aufgegeben werden mußte,also auch nicht gelehrt werden konnte. Wenn es mirbisher noch gelungen war, die astronomische Schuleso lebendig zu erhalten, daß es nicht mir im Jn-lande au einem Nachwüchse im Fache, von dessenTüchtigkeit viele namhafte Arbeiten in den Annalender Sternwarte, in den Schriften der kaiserlichenAkademie der Wissenschaften, in denAstronomischenNachrichten" n. a. O. Zeugniß gaben *), nie fehlte,sondern Zöglinge der Wiener Sternwarte auch außerOesterreich mannigfaltig gesucht wurden, so sah ichdoch mit Bangen die nichts weniger als ferne Zu-kunft herankommen, in der auch diese gedeihliche Wirk-samkeit der Anstalt gelähmt sein werde.

Einstweilen brachten die Zeitläufte den Wiener Astronomen eine ganz besondere Prüfung dadurch,daß man das Gebäude, in welchem sich die Stern-warte befindet, mit der aus dem Jahre 1848 bcrberüchtigtenAula", zurk. k. Universitütscaserne"erklärte und mit etwa tausend Mann belegte, die inallen Localitäten leider mit Ausnahme des Obser-vatoriums vertheilt wurden Ich sage: leider, dennwäre auch die Sternwarte, wie alle anderen früher hieruntergebrachten Appertincnticn der Hochschule, verdrängtworden, so hätte eben für das Observatorium so gutwie für die anderen Institute gesorgt werden müssen

*) Aus einer Uebersicht, die mir eben zur Hand ist, seiangeführt, das; von Beamten und Eleven der Sternwartewährend deren Beschäftigung an der Anstalt in dem Zeit-räume 1855 bis 1878 über 260, zum Theile sehr umfang-reiche Abhandlungen publicirt wurden, wovon etwa 40 alsvon mir stammend hier abzurechnen sind.