und wäre so die lang betriebene Angelegenheit wahr-scheinlich zum Anfrage gekommen, während die schein-bare Schonung der Sternwarte, welche eben auch demMilitär zu hoch gelegen und zu unbequem war, einenahezu unleidliche Existenz für die an der Anstalt be-schäftigten Personen nach sich zog. Durch zehn Jahrekonnten wir, von anderen Uebelständcn, wie: Lärmaller Art, Schmutz und ungesunde Atmosphäre in demzur Beherbergung fo vieler Leute ungeeigneten Hause,nicht zu sprechen, nur gegen Passirschein am Wacht-posten des Thores oorübcrkommeu und waren be-ständig in Gefahr, wenn wir in später Nachtstundedie Sternwarte verließen, als verdächtige Einschlcicherarrctirt zu werden, wie dies denn auch wiederholtgeschah. Aber wie überall fehlte es auch hier anLichtseiten nicht. Zunächst befreite uns die Verlegungder anatomischen Lehranstalt und der damit verbun-denen zahlreichen Macerationen auf dem Dache derUniversität von dem penetranten Leichcngeruche, deroft, namentlich im Hochsommer, die Localc der Stern-warte erfüllte. Vor Allem jedoch erreichte ich, als endlich imJahre 1858 die militärische Besetzung des Gebäudeszu Ende ging, den freilich hart verdienten Lohn fürdie überstandene böse Zeit, daß nun leer gewordeneRäume des Hauses zu Wohnungen für die Astronomeneingerichtet wurden, die diese die Thätigkeit der Amstatt wesentlich fördernde und bis dahin schwer ver-mißte Wohlthat dem damaligen UnterrichtsministerGraf Leo Thun zu danken hatten.
Ein Zwischcnfall sollte in nächster Zeit zwar nichtmehr versprechende Aussichten in mir erwecken — ichwar mir nachgerade klar darüber geworden, daß unterden obwaltenden Umstünden so gut wie nichts zu er-warten sei — aber immerhin Veranlassung bieten,