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Johann Keppler und die Harmonie der Sphären / Vortrag gehalten im wissenschaftlichen Verein zu Berlin am 8. Februar 1862 von W. Förster
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als durch astronomische Routine, und alle Jesuiten -Col-legien erhielten daher den Befehl, die Astronomie aufsEifrigste zu fördern und nur tüchtige Kenner derselbennach China zu senden.

Daher das ungewöhnlich lebhafte Interesse an Kepp-ler, dessen erstes Werk allgemein den Glauben erwecktbatte, er sei bestimmt, ein Reformator der Sternkundezu werden und endlich Ordnung mul Sicherheit in dieVorausberechnung der Ilimmelserscheinungen zu bringen.

Keppler erhielt sogar den Antrag, dem Orden zudienen, selbst mit Beibehaltung seiner Religion. Erlehnte es jedoch ab, weil er dennoch den Ruf der Ab-trünnigkeit fürchtete.

Mitten in der grofsen Qual und Noth der Verfol-gung fiel es da wie ein Lichtstrahl in Kepplers Leben,als jetzt Tyclio ihn (im Jahre 1600) nach Prag berief,wo Kaiser Rudolf eine neue Heimath der Astronomiezu begründen versprach.

Keppler beeilte sieb, dem Rufe zu folgen, und ob-wohl Tychos herrisches Wesen das Zusammenwirkenanfangs öfter unterbrach, ward doch ein neues Thätig-keitsfeld für ihn eröffnet, auf welchem er endlich nachTychos Tode mit alleiniger Kraft und Geschicklichkeitden Sieg über die listigen Irrgänge der Planeten errin-gen und dieselben der Mathematik unterwerfen sollte,(wie seine eigenen Worte lauten).

Tycho starb schon im Jahre 1601, und da Kepplersogleich vom Kaiser Rudolf zu seinem Nachfolger alskaiserlicher Astronom und Mathematicus ernannt wurde,kam der ganze Schatz der 21jährigen Beobachtungender Uranienburg in seine Ilände, ein Beobachtungs-Ver-zeiebnifs, in welchem fast für jeden Tag des Jahres,