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Erster Band.
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theile empfunden habe. Denn schon im Jahre 17Y7sprach er seinen Willen aus, man müße, bei den wach-senden Gefahre«, gr'oßere Kräfte zur Selbstvertheidigungaufbieten. Er äußerte noch im Jahr 17Y8 den Stan-den wiederholt, es sey bei dem Druck, welchen das Landvon Feinden sowohl, ,als von kostspieligen Freunden dulde,dringend Noth, eine Achtung gebiettndere Stellung an-zunehmen. Allein er gelangte nicht zum Zweck. Die-sem hätte eine weisere Verwendung der StaatS-Ein-künfte, und von Seiten der Stände, die Ueberzeugungvorangehen müssen, daß unter so außerordentlichen Um-ständen außerordentliche Anstrengungen unvermeidlich wä-» ren. Statt dessen fand der Kurfürst immerwährendenWiderstand, und das Land versank in immer tiefereMuthlosigkeit. Denn ganz Baiern war von zahlreichen,'österreichischen Kriegsvdlkern überschwemmt, wahrendfeindliche Heere den Gränzen droheten. Fast unerschwing-liche Lieferungen wurden fort und fort ausgeschrieben,während die Zerstörungen und Ausschweifungen der imLande befindlichen KriegSvölker nicht zu beschränken wa-ren. Dann wurden dazu noch die Durchzüge der Rus-sen, als nahebevvrstehend, angekündigt, die Uebel derGegenwart mit der Furcht der zukünftigen zu vermehren.

Es läßt sich schon ahne», wie unter solchen Ver-hältnissen die Staatshaushalrung beschaffen seyn mußte.Die Verwirrung in der Verwaltung der Finanzen warso groß, daß man den neuen Beherrscher von Baiern weder den wirklichen Ertrag der öffentlichen Gefälle,noch sogar die Größe der Staatsschulden mit Bestimmt-heit angeben konnte. Das landschaftliche Steuer-undUmschlagswesen war mit einem dich-n Schleier verhüllt,um das Unverhälcnißmäßige und Verderbliche in dem-