Beschleunigung der Geschäfte forderte (rösten Juli und1-ten September.)
Im Gefühle dieser Verlegenheit hatten die meistenFürsten Deutschlands , um großem Verlust von sich zu«enden, eigne Unterhändler nach Paris gesandt, das nn«mittelbare Einschreiten des ersten Consuls und die Be-förderung ihrer Angelegenheiten zu erwirken. Von Bai«ern befand sich, schon vor Abschluß des Lüneviller - Frie-den-, Herr von Cetto daselbst. Denn gefährdeter, alsjeder andere deutsche Staat, stand Baiern , das vomKrieg entkräftete, da, welches mit wahrer Vernichtungbedroht ward, wenn der Vertrag des campoformischenFriedens die Grundlage des Lüneviller, und die Entschä-digung des toscanischen Großherzogs in den kurfürstlichenLanden am Jnn gegeben werden sollte, wie es dunkleAndeutungen von Wien aus ahnen ließen.
Der Scharfblick des ersten Consuls erkannte daSRechtliche in Baierns Verlangen, und wohl mehr nochden Vortheil des Augenblickes, sich die mindermachtigenFürsten Deutschlands durch Erweiterungen von deren Ge-bieten zu verpflichten. Welcher Grund ihn immerhinlenken mochte: Baiern begehrte nicht mehr, als Ersatzum das, was es verlieren sollte. So entstand der be-sondere Friedensvertrag zwischen Frankreich und Baiernam L-sten August 1801. Zwar Baiern mußte die Her-zogthümer Jülich und Zweibrücken , und was ihm sonstam linken Rheinufer gehörte, Hinopfern, aber Frankreich gewährleistete dagegen die Unverletzbarkeit des Umfang»aller baierischen Gebiete, «je sie seit dem Teschener«Frieden (von I7?y) bestanden waren, und verhieß seinekräftigste Verwendung für in jeder Rücksicht volle Schad-