r>6
tober) i» Potsdam und Berlin wirklich ein, und konnte«sich rühmen, daß sie, nur im Vorbeiziehen, die FestungSpandau mit 1,200 Mann Besatzulig, und reichen Vor-rathen an Lebensmitteln und Kriegsbedürfnissen erobertharren, ohne einen Schuß zu thun. Die bloße Beren-vung und Aufforderung des Platzes durch eine Drago-ner-Division war zur Bewirtung der schleunigsten Ueber*gäbe genugsam gewesen.
Sobald einmahl die französischen Adler am rechte«Elbeufer erschienen waren, mußte, wegen ihrer Ueber«macht, und weil diese sich nach allen Richtungen in denkürzesten Linien bewegen konnten, die Lage der verein-zelten preußischen Schaaren immer gefährlicher werden.Denn sie, im Gefühl ihrer Schwäche waren gezwungen,dem Feinde auszuweichen, weite Umwege zu wählen,entweder um ihre gegenseitige Verbindung, oder einenRuhepnnct jenseits der Oder zu finden.
Fürst Hohenlohe hatte (schon am 20 sten Okto-ber) 23 schwache Bataillone Fußvolks, 139 EscadronenReiterei, eine reitende und drei Iwblfpfünder-Batterienbei Magdeburg versammelt. Aber zu ihrer Aufnahmeoder Wiedereinrichtung hatte der Gouverneur von Mag-deburg , General von Kleist, wie dringend er auch da-- zu aufgefordert war, nichts vorbereitet. Der Fürst,nachdem er noch die Besatzung der Stadt verstärkt, zogüber Burg nnd Genthin i» der Richtung nach Stettin ?den General Schimmelpfenning schickte er aber miteiner bedeutenden Abtheilung Kriegesvolks rechts übetRathenow, Fehrbellin, Jehdenik, um bei Schwedt ovetim schlimmsten Fall bei Stettin über die Oder zu gehe»-Seine Aufgabe war, Nachrichten über den Feind ein;«'