Band 
Zweiter Band.
Seite
127
JPEG-Download
 

127

mit 8^00 Mann Fußvolkes, 1,400 Reitern, und zehnFeuerschlünden entgegen, zog sich aber, nach bedeu-tungslosen Postengesechren bei Lawis, auf Molven undZambano, darauf nach einem blutigen Tage bei Baccodi Bella auf Trient zurück, wo er den Brückenkopf star-ker befestigte. Allein auch hier konnte Beraguayd'Hilliers nicht bleiben, sobald ihm von der nach-thciligen Lage des Vicekbnigs Kunde geworden war.Er zog bis Roveredo zurück, und mußte dulden, daßChasteler ihm nicht nur nachdrängte, sondern vermit-telst starker Entsendungen in das Brenta-Thal, sogarVerbindung mit der österreichischen Hauptmacht in Ita­ lien anspann. Chasteler griff ihn endlich auf denHöhen von St. Hilario in drei Colonnen an (den 24stenApril); den ganzen Tag wahrte das mörderische Treffen,am blutigsten um den Besitz des Punctes Valano. Aufbeiden Seiten war der Verlust groß. Aber die Franzosenließen sich in ihrer Stellung nicht erschüttern.

Freiwillig verließen sie dieselbe des anderen Tages,und gingen über Ala, längs der Etsch , nach Borghetto(vom 25 29stcn April) und weiter. Chasteler botschon dem Oberst Volk mann die Hand gegen Bassany,sandte schon Streifwachtcn über Perl und Föffe gegenVerona . Da endeten die Vothschaften von Napoleon 'sSiegen in Deutschland , vom Rückgang des ErzherzogsJohann nach den bedroheten Erbstaaten, die Fort-schritte Chasteler's auf dieser Seite. Er ließ vier Ba-taillons, drei Compagnien und ein Reitergeschwader,unter dem General Marsch all, bei Roveredo zurBeobachtung stehen, und eilte zur Sicherheit des nörd-lichen Tirols mit io Bntailloncn, einer Compagnie undanderthalb Geschwadern über den Brenner nach Innsbruck .