Band 
Zweiter Band.
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Weil aber Erzherzog Ferdinand seine Untcrneh-mungen links der Weichsel gegen Kalisch fortsetzte, liestPoniatowsky ihn durch den General Dombro w S k ybeobachten, erstürmte dagegen den Brückenkopf bei Gara,erbeutete Geschütz und Gefangene, wandte sich gegen daSdsterreichische Gallizien , während General NaznieSkydie dsicrreichischen Abtheilungen zwischen der Weichsel unddem Bug vertrieb, und rückte (I4ten Mai) unter demJubel der Polen in Lublin ein. Das war das Zeichenzum Aufstand für ganz Gallizien gegen die Oesterreicher .Durch Besetzung des Punctes Przeworsk niiterbrachen diePolen alle Verbindung, die der Feind zwischen Krakau und Lemberg , Galliziens Hauptstadt, haben konnte, undweil zu ihrem Glücke das 'österreichische Corps an derBzura ganz unthätig stehen blieb, eroberten sie Sendo-mirz, den dortigen Brückenkopf, die gallizische StadtZamosk, Jaroslaw, endlich (2östen Mai) Lemberg selbst.

Indessen war auch Dowbrowsky stark genug ge-worden, sich gegen Thorn zu wenden, wo sich die Oester-reichs zwar bis zum 20 sten Mai behauptet hatten, aberAlles aufgeben mußten, als sie (22sten Mai) in ihrerganzen Linie vvm Petz-Flustc bis Czcnstochow durch diePolen angegriffen, nach wüthendem und vergeblichenWiderstand, zum Rückweg gezwungen wurden. Dom-browsky bewegte sich nun über die Bzura (bci Lowicz )gegen Warschau , und hielt da (2teu Juni) seinen siegrei-chen Einzug. Denn Erzherzog Ferdinand sowohl durchden Aufstand Galliziens, als durch Erscheinung einesrussischen Heeres geschreckt, welches Fürst Sergei Gal-iczin von Bialystock und Lithauen-Brzesk heranführte,um die Drohung seines Kaisers gegen Oesterreich (Pro-klamation vom 4ten Mai) zu verstärken, zögerte nicht