Tilsiter Frieden dadurch sehr geschwächt, daß in Folgedesselben Rußland sich verbindlich gemacht hatte, dem na-pvleonischen Continentalsystem wider England beizutre-ten. Damit ward in Rußland der Kreislauf der Staats-krafte gestbrt, die Ausfuhr inländischer Erzeugnisse, dieEinfuhr unentbehrlicher Bedürfnisse, und das bisherigeEinströmen grosser Geldsummen unterbrochen. Langekonnte Rußland einen solchen unerträglichen Friedenszu-stand nicht ertragen. Er mußte selbst mit Gefahr einesneuen Krieges, früher oder spater aufgehoben werden.Daraus mag sich erklären, daß Kaiser Alexander fortund fort auf Stärkung seiner Heeresmacht die vorzüglichsteRücksicht nahm, und sie über 900,000 Mann erhob ; fer-ner, daß er den grdssern Theil seiner Streitkräfte an denwestlichen Grenzen seines Reichs verbleiben ließ, wäh-rend er in Kriegen mit Türken, Persern und Tscherkassen,den ungeregelten Schaaren derselben in der Moldau undWallachei, am schwarzen und Asowischen Meere nur gerin-gere Massen entgegen warf *)
^ Der Bestand der gesammten russischen Kriegsmacht war zuEnde des Jahrs igii:
286 ,lii Mann Infanterie in ,67 Regimenternund 291 Bataillons;
75 ,Y 3 Z " Marine-Soldaten;
70 ,018 » regulirter Reiterei;
86,00a » irregulairer Reiterei;
y 6 ,g 44 » Artillerie, welche 5592 Stück«
Geschütz bedienten;
2,650 » Pionniers; außerdem noch zwei
Reservecorps für die erste Linie,,zwei für die zweite Linie,
1,756 » Pontonniers;
im Ganzen zu i 4 y,zzo Mann,
dazu noch . . 77,664 » Garnisonstruppen, welches füir
Besamt-Sun'ie von 926, 4 o 6 » hervorbringt.