vaterländischen Fahnen zurückgerufen, und, wie an denKönig von Sachsen , so an den Kaiser Abgeordnete ge-sandt, die Verjüngung der alterthümlichen Krone derPlasten zu bewirken. Napoleon , dem diese Stimmungeiner durch frühere Startskunst zerrissenen Nation nichtsweniger, als ungcleger kam, wagte ihr doch nicht zuvoreilig zu entsprechen, um dem preußischen und öster-reichischen Hofe keine Besorgnisse zu geben. Er entließdie in Wilna angekommenen Abgeordneten der Polen mit umsichtiger Antwort, in-sehr umwundenen Aus-drücken ( 14 . Juli); gestattete übrigens, daß Litthaue»der allgemeinen polnischm Confoderation beitreten sollte.Erst mußte der große Kampf mir Rußland vollendet seyn,ehe Entscheidendes zu veifügen war. Napoleons Blickwar daher vor allen Dingen auf den Gang der Heeregerichtet.
Die nächste Aufgabe war, das von der russischenHauptmacht getrennte Corps Dvctorows ganz abzu-schneiden. Darum müsse Marschall Davon st auf derLszmianer Straße vorriicken, seine Stirnseite durch denGeneral Pajvl, seine rechte Seite durch Borde - Soultsleichte Reiterei deckend. Doctorow, noch im Anzügenach Wilna, weil er nicht wußte, daß die Stadt schonvon den Franzosen besetz: war, fand sich sehr überrascht,in Soleszniki mit Borde-So ults Reitern (zo. Juni),und wie er sich nun zurück nach Oszmiana zog, hier-mit Pajvls Reiterbrigade zusammen zu stoßen. Klugund schnell warf er sich in Eilmärschen nach Smoz-gonie, setzte dort über die Wilia, gieng dann am rech-ten Ufer bis Swir und von da noch Swentziany. Ver-gebens wurde sogleich General Nansouty mit hinrei-chendem Kriegsvolk nach Michaliszky entsandt, um ihm