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Dritter Band.
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Zeit zu Kriegsnnternehmungen untüchtig seyn dürfte, dieskonnte ihm wohl kaum verborgen seyn. Doch lebte erder festen Ueberzeugung, daß auch das russische Heer inkeinem besseren Zustande sey. Ohne alle Nachricht vondeni, was an den Ufern der Düna vorgegangen war,ohne Kunde, daß Marschall St. Cyr damals schonPolozk verlassen habe, gegen Ula gezogen sey, und zuseiner Unterstützung den Marschall Victor von Smo»lensk zu Hülfe gerufen habe, zahlte der Kaiser imGegentheil auf St. Cyr's unerschütterliche Stellungbei Polozk , so wie auf die Kraft des noch 25,000 Mannstarken Heerhaufenö unter Marschall Victor. Diesendachte er zu Smoleusk zu seiner Aufnahme bereit, unddamit im Staude zu seyn, seinem Heere Wiutergclagcrzwischen Duieper, Düua, Bereczina anzuweisen. AuchSmolensk hoffte er behaupten und den Unterhalt seinesHeeres aus den Magazinen von Minsk und Wilnasichern zu können.

Als Napoleon aber für seine Person in SmolcnSkankam (y. November), ward er sehr betroffen, weder dieSchaareu Victors, noch vorbereitete Aufnahme zu fin-de», wohl aber Nachrichten über die Vorfalle au der Düua,und den Verlust von Witcpsk zu hören. Nun war nichtmehr an Winterquartiere zu denken, sondern an Fortse-tzung des schrecklichen Rückzuges. Das französische Haupt-heer erreichte ohne weitere Gefechte Smoleusk (vom y. bis11 . November). Aber die Verpflegung aus ehemals hierangehäuften bedeutenden Magazinen fehlte. Die unor-dentlichste Verwaltung hatte statt gefunden. Kaum er-hielt man noch den nöthigen Bedarf an Pulver und Blei.

Der Nachtrab des Heeres unter Marschall Neymußte bis Smoleusk beinahe fortwährend blutige Ge-