Band 
Dritter Band.
Seite
241
JPEG-Download
 

Danielowicze zu sammeln. Diese Bewegung ward «mso dringender, weil das schwache bayerische Fußvolk nursehr wenige Reiterei noch bei sich hatte. Die BrigadeCorbineau, bisher dem General Wrede zugetheilt,mußte schleunigst wieder zum 2ten Armeccorps stoßenund zwar auf Befehl des Marschalls Oudinot , wel-cher ohne die volle Herstellung von seinen Wunden zu er-warten, sich wieder an die Spitze seiner Truppen gestellthatte. So war Wrede beynahe von aller berittenenMannschaft entblößt. ") Von Danielowicze aus schickteer von den wenigen bayerischen ChevanrlegerS, die erhatte, einen Theil über Postawi zur Beobachtung deSPunctes Witzy.

In dieser Stellung blieb nun General Wrede biszum lö. Novembers, ohne daß sich ein Feind näherte.

Die hier eintretende Pause kömmt uns zu statten,auf den Gang des zweiten französischen Heertheils un-ter Oudinot's Anführung zu sehen.

Als Wittgen stein mit seiuem Hauptheere »achUszacz gekommen war, fand er hier, gegen sein Erwar-ten, statt der Franzosen , die Nachricht, sie waren gegenLepel gezogen, um sich mit dem Armeecorps Victorszu vereinigen, welches nach dem Verluste von Polozk ,Smolensk verlassen und sowohl zur Unterstützung deö2tcn HeertheilS, als um Witepsk zu decken, die Rich-tung nach Senno genommen -hatte. Wittgensteinbeschloß nun gleichfalls gen Lepel zu ziehen. Er zogdas CorpS Steinheils und seinen Vortrab unter Ge-

*) Die gesammte dem General Wrede untergeordnete Rei-terei bestand itzt aus l 5 o bayerischen EhevauxlegerS.

UI. 6tes Buch. 16