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fenbrüder. In eben dem Verhältniß hatte die noch vorwenigen Tagen so schöne französische Reiterei unter denGeneral Francesky gelitten, und schon über 3 hundertMann verloren, welche größtenteils auf dem Wegenach entfernten Krankenhäusern, im allgemeinen Elendumgekommen waren. Vor allem aber wüthete die gif-tige Seuche in den Reihen der bayerischen Krieger. Sozählte das ire leichte Bataillon Hertling, dasselbe, wel-ches beim Ausmarsche aus den Friedens-Quartieren 800Mann stark gewesen war, nur noch 38 Mann untermGewehr; das yte Linienregiment, beim Ausmarsch ausBayern 1615 Mann stark, jetzt (am 23. November)noch 85 Feuergewehre rc.
Geschreckt durch diesen Anblick, und um nicht seinkleines Heer gänzlicher Vernichtung hinzugeben, zogWrede vor, in der Stellung bei Dokszitzy so langezu verharren, bis er durch entscheidende Befehle oderUmstände bewogen werden würde, seine Truppen in ei-nen ehrenvollen Kampf zu führen. Er ließ sie bei undin DokSzitzy in ausgedehntere Quartiere verlegen, undfür ihre Verpflegung und Sicherheit möglichst sorgen.Den französischen Befehlshabern der entfernteren PuncteWitzy und Gloubokoe wurde die Wichtigkeit der ihremSchutze anvertrauten Verbindungen empfohlen; fort-gesetzt, aber immer vergeblich, Kundschafter ausgesandt,Verbindung mit den Marschällen Victor und Qudi-not, oder mit dem Heere Napoleons zu suchen, vonwelchem auch der Herzog von Bassano seit geraumerZeit nicht das Mindeste in Erfahrung gebracht hatte.
Dieser Zustand der Ungewißheit und zwangsvollenUnthat,'gkeit dauerte bis zum 29 . Novembers. An die-sem Tag kam einer von den Voten zurück, die in's kai-