Summen zu berechnen, welche das bayerische Volk imLaufe der verschiedenen Kriege dem Heere als freiwilligeGabe darreichte. Und zu welch' einer Zeit geschah dies?zu einer Zeit, in welcher Bayern tief den eisernen Druckder Umstände fühlte, kaum alle Abgaben und Natural«Leistungen aller Art erschwingen konnte und Durchzüge undVerpflegungen fremder und vaterländischer Truppen un-unterbrochen tragen mußte. Aber nie so lange noch einbayerischer Krieger aus jenen SchreckenStagen vorhandenist, wird vergessen werden, wie der herrliche Maximi-lian Joseph Arzneien und den ältesten Wein seinerKeller, nebst Geld, mit Eilboten und Eilfuhren von Mün-chen zu den Ufern der Düna und Weichsel sandte, denKranken Erquickung und Heilung, den Müden Stärkung,den Mnthlosen frische Ermunterung zu gewähren; oderwie das bayerische Volk des eigenen Elendes vergaß, umdas traurige Geschick seiner Krieger in Rußland zu er-leichtern, wie es sein Letztes hingab, um die Noth der-selben zu lindern und dem Staate wohlverdiente Verthei-diger zu erhalten; oder wie der bayerische OberfeldherrWrede, obgleich er selbst unsäglichen Mühcseligkeitenund Entbehrungen beinah' unterlag, mit unerschöpflicherThätigkeit und Sorge den Bedürfnissen des HeereS unddes Einzelnen abhalf.
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Dritter Band.
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