Band 
Dritter Band.
Seite
388
JPEG-Download
 

588

Streifpartheien hatten fast alle Verbindungen der Wegeund Ortschaften unterbrochen.

Dieß Alles bewog den Generallieutenant Rechbergauf seiner Hut zu seyn. Er hatte während seines Mar-sches durch Sachsen , ohnedem schon von den Bewoh-ner» Beweise einer sehr zweideutigen Stimmung empfan-gen. Er ließ die Thore von Langensalza durch starkeAbtheilungen besetzen, und diese durch Posten und fort-währende Patrouillen unter sich verbinden. Auf demMarktplatze ward ein tüchtiger Rückhalt aufgestellt, wel-cher , im Fall eines Angriffs, sogleich durch die übrigenin der Stadt eingelagerten Bayern verstärkt werden konnte. 'Die bisher so ruhmreich bewahrte Batterie nebst ihrenMnnitionsvorräthen, ward nächst dem Gothaer Thor,auf einem durch die große Straße von diesem Thore ge-schiedenen , mit einem tüchtigen Graben umgebenen Platzaufgefahren. Man vertraute sie dem Schutze eines Offi-ciers an, welchem nicht allein 70 Soldaten bei der Bat-terie selbst, sondern auch jene 24 Mann untergeordnetwaren, welche das ganz nahe gelegene Thor zu bewachenhatten. Mit 94 Mann war das Geschütz gegen denstärksten Reitcrangriff geborgen, zumal dazu der Gra-ben und mehrere Fuhrwerke mitwirken konnten. Gene-ral Rechberg hatte den Bitten der Bürgerschaft nach-gegeben, es nicht im Innern der Stadt aufzustellen,um mbglicheS Unglück zu vermeiden; der wachthabendeOfficier hinwieder für jeden Fall die zweckmäßigen Wei-sungen empfangen. Aber schon da der General die ver-schiedenen Posten beritt, fand er diesen Officier mit sei-ner Mannschaft bei dem Gothaer Thor aufgestellt, denParkplatz nur mit einzelnen Posten besetzt. Noch einmalerhielt er Befehl, sich mit seiner Gesamtabtheilung auf