land auf. Voran zog das bayerische Chevaurlegers-Re-giment unter dem Obersten Grafen Seyssel. Eine Ab-theilung von 50 Kosaken, die den Punct Ruhland besetzthatte, entfloh sogleich. Die beiden Divisionen Pacthodund Laurencez nehmen Stellung bei der Stadt selbst;die Division Raglvwich aber, lagerte bei Arensdorf,die Straße nach Ortrand zu sichern. Marschall Oudi-not wollte hier, immer noch den Verstärkungen entge-gensehend, verweilen. Napoleon aber war mit diesemZögern nicht zufrieden, und befahl, der Marschall sollteohne Verweilen den Feind suchen und schlagen. Oudi-not gehorchte, und im Wahne, Bülows Hauptmachtstehe bei Kalau , zog er (2. Juni) dahin, nachdem ernoch die schwache Reiter-Division Beaumont an sichgezogen hatte. Am Abend gingen die Divisionen Pac-thod und Laurencez, dann die Reiter-DivisionBeaumont in ein Lager bei Finsterwalde ; Raglo-wich blieb bei dem Dorfe Sorno , zu Deckung der nachBerlin und Dresden führenden Wege. Kleine feindlicheReiter-Abtheilungen zogen überall und eiligst zurück.
General Bülow aber, eingedenk seiner Bestimmungdie Residenzstadt Berlin zu decken, und zugleich die Ver-bindung des französischen Hanptheers mit Dresden zuunterbrechen, beschloß das langsam anrückende Armee-corps Oudinors ohne anders zurückzudrücken, und vorallem zu verhindern, daß sich der Marschall nicht desPunctes Luckau bemächtigte, der wegen seiner örtlichenLage und weil er einer ernster Vertheidigung fähig war,wichtig werden konnte. Der Prinz von Hessen-Hom-burg rückte also (am z. Juni) von Cottbus über Vetzschonach Luckau; General Thümen ebenfalls von Cott-bus dahin, jedoch über Kalau ; desgleichen General Op-
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