Band 
Vierter Band.
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Die hochwichtige Weichselfestmig Danzig *) von ei-nem tapfern General Napoleons , dem Grafen Rappbefehligt, zählte zwar dem Scheine nach eine Besatzungvon 50,000 Mann, aus Franzosen, Bayern , Würtem-bergcrn, Westphalen, Polen , zusammengesetzt. Doch stan-den in der That eigentlich nur 12,000 unter den Waffen.Die übrigen lagen krank und erschöpft in den verschiede-nen Spitälern **).

Es war am 2t. Jänner, als Danzig von russischenTruppen unter dem General Lewis, vorzüglich von Rei-terei, gänzlich eingeschlossen wurde; doch gingen die Mo-nate Jänner und Februar ohne wichtige Ereignisse vor-über. Neckereien der gegenseitigen Posten, Erkennungenvon Seiten der Besatzung, vorzüglich am 2y. Jänner undFebruar, erhielten die beiderseitigen Truppen in un-aufhörlicher Bewegung. Als (in der Nacht vom 26. zum27. Februar) das Eis brach, und die Gewalt des Was-sers große Zerstörungen hervorbrachte, geriethen Besatzung

*) Die folgende Erzählung der Schicksale Danzigs und derenVertheidigern, von deren Einschließung an gerechnet bis zucrfolgtem Waffenstillstand, so wie die in den folgende» Ab-schnitten befindliche Fortsetzung derselben, nach aufgehobenemWaffenstillstand bis zum Abzug des bayerischen izten Regi-mentes aus Danzig , ist bloß Auszug aus den Tagebücherndes Regimentsbefehlshabers, nachdem diese mit dem zu Paris 1820 erschienenen Bericht über die Vertheidigung Danzigs (Ilol<>tioi» äe la äekense lle Oanrio en 1615- l>nr 7/.6'^l^toi-, capitaine än genie) und mit den Berichten derBelagerer verglichen und bewährt gefunden wurden.

**) Das bayerische izte Linicnrcgiment, welches unter seinemObersten Buttler kräftig zur langwierigen Behauptungjener Festung beitrug, war zu jener Zeit 276 Mann stark.