Franzosen großen Abbruch, und machten viele hundertGefangene.
Unverdient traf nach schon eingetretenem Waffenstill-stand die Lützowsche Freischaar ein hartes Geschick.Diese Schaar war (29. Mai) bei Jericho und Tanger -münde auf das linke Elb-Ufer gegangen, hatte bei Mag-deburg tapfer gefochten, dann auf ihrem Zuge nach Hal-berstadt und über Weimar nach dem Voigtlande vieleCouriere, einzelne Offeriere und Soldaten aufgefangen,und selbst Bayerns Grenzen beunruhigt. Major Lüzow,nachdem er bestimmte Nachricht vom Abschluß des Waf-fenstillstandes empfangen hatte (9. Juni), zog sich überPlanen, Gera, und Aeitz. Bei dem Dorfe Zeitz aber(17-Juni) ward er plötzlich von der Reiterei des Her-zogs von Padua mit Uebermacht angegriffen, undgänzlich überwältiget. Nur der Major Lützow nebst60 der Seinigen und etwa 60 Kosaken, entging dem Todeoder der Gefangenschaft, und erreichte (18. Juni) dasrechte Elb-Ufer.
Um das Kriegsgemälde zur Zeit des Waffenstillstan-des zu vollenden, erwähnen wir noch der Festungen, diein französischer Gewalt, aber von den Verbündeten theilseingeschlossen, theils belagert waren.
Nach dem Einzüge des Obersten Letten born inHamburg betrug dessen Stärke nur 3,120 Reiter, 3,650Mann Fußvolk und 16 Stücke Geschütz. Er war mithinviel zu schwach, um am linken Elb-Ufer den MarschallDav 0 ust mit dessen 30,000 Mann und 100 StückenGeschütz aufhalte» zu können. Davoust und Van-baun» e rückten daher (30. Mai) an der Spitze ihrerTruppen aufs Neue in die unglückliche Stadt ein.