war *). DeS Königs Sohn Prinz Carl verrichtete indiesem Lager anfänglich die Dienste eines Regimentsbe-fehlöhabers, später die eines Generals und Brigadiers,um sich vorzubereiten, an der Spitze zahlreicherer Schaa-ren für Ehre und Unabhängigkeit zu kämpfen.
Während nun diese frisch erstandenen Streitmassen un-unterbrochen, unter Oberleitung ihres Feldherrn Wrede,in Waffen geübt wurden, sah man auch in Städten undMärkten des Reichs diejenigen zu den Waffen treten,welche, als wirkliche Grundeigenthümer, nie gegen einenäußern Feind zu kämpfen hatten, aber die Dienste desauswärts fechtenden Soldaten verrichten und die öffent-liche Sicherheit innerhalb der Grenzen des Reichs hand-haben mußten,
Anstrengungen dieser Art erforderten außerordentlicheOpfer. Anstatt Rückzahlung früherer Staats - Anlehen,mußte die Regierung neue ergiebige Quellen ausmitteln,um das Bedürfniß des Augenblicks zu decken. Ein ge-zwungenes Lotterie-Anlehen, an welchem alle Grundei-genthümer sowohl, als bürgerliche Staatsdiener Antheilnehmen mußten, eine erhöhte Stempelordnung, erhöhteAbgaben auf ausländische Erzeugnisse, endlich eine sehrdrückende monatliche Kriegssteuer waren die Lasten, welcheBayern noch zu den ältern empfing; und die nur vonden Schultern der ärmeren Classen möglichst abgewälztwurden. Bei dem allem horte Bayerns König nicht auf.
*) Die sämmtlichen unter dem General Aoller i» Ahorn ge-standenen Bayern dursten jedoch erst alsdann in die Heeres-linie einrücken, nachdem der König der Verbindung mitFrankreichs Kaiser entsagt hatte. Denn wohl gegen denletzter», aber nicht für ihn, durften jene, als Folge der inAhorn geschlossenen Uebergabs-Uebereinkunst, dienen.