117
ramSdorf in Schlachtordnung. Als ihn aber die franzö-sischen Massen mit Uebermacht anfielen, seinen linken Flü-gel bis gen Goldberg znrückdrückten, nahm der erfahrneFeldherr den Rückzug hinter die Kazbach. Uork undLängeren faßten Stellung bei Goldberg ; GeneralSacke» bei Liegnitz .
Eben dahin zog folgendes Tags (23. August) auchder 5te und i ite Heerthcil Napoleons . Heftiges Ge-fecht entbrannte um den Besitz der Stadt Goldberg undder sie umgebenden Höhen, die Längeren und Vvrkmit Hartnäckigkeit durch ihren Nachtrab vertheidigenließen. Auf beiden Ufern der Kazbach ward wild gestrit-ten. General Lauriston erzwäng den Besitz deS mitkleinen Abtheilungen besetzten Wolfsbergs. Als er abermit seinem Fußvolke hervorbrechen wollte, ward er zudrei verschiedenenmalen von der preußischen Reiterei zu-rückgeworfen. B l ü ch e r hatte jetzt Nachricht, daß N a-polevn selbst ihm gegenüber den Oberbefehl führe; unddaß General Sacken bei Liegnitz von überlegener Fein-desmenge, den Heertheilen Ney und Marmont, be-drängt werde. Darum beschloß er Rückzug nach Jauer ,damit Napoleons Hauptmacht ihm immer weiter folge,während der entscheidende Schlag bei Dresden , gegendie mindere Kraft desselben, ohne Hinderniß geschehenkönnte.
Aber Napoleon hatte schon Nachricht vom Vor-dringen des großen verbündeten Heeres aus Böheim nachSachsen . Ohne Hoffnung den vorsichtigen FeldherrnBlücher zu einer Schlacht zu bewegen, zauderte erdaher nicht, seinem wichtigen Bollwerk Dresden zu Hülfezu eilen. Er hatte schon am 22. August seine Garden da-