Aber auch Marschall Macdonald hatte am nem-li'chcn Tag eine Angriffs-Bewegung vor. Darum warLaurist on von Goldberg auf der Hochstraße nach Jauer vorgegangen; Neys Hccrtheil sollte von Rothkirch eben-falls nach ^sauer, und zwar auf dem kürzern Weg überKroitsch . Marschall Macdonald endlich zog mit sei-nem Corps von Goldberg ebenfalls gegen Jauer, jedochauf dem rechten Ufer der wüthenden Neiße; GeneralSebastian, auf dem linken Ufer dieses Flußes. Inden vergangenen Tagen war der Regen stromweis gefallen;auch jetzt verhinderte derselbe die französischen und preu-ßischen Heerführer, die gegenseitigen Bewegungen zuerkennen.
Kaum war Blücher an der Spitze seines Heeresaufgebrochen, als er Meldung empfing, das französischeHeer ziehe über die Kazbach, sein linker Flügel unterGeneral Längeren sei bereits heftig durch GeneralLauriston angegriffen. Sofort ließ er seine CvlvnnenHalt machen, und zwar hinter der Anhöhe links demDorfe Eichholz, welches mit einer russischen Batterie,bald darauf mit einer preußischen zwblfpfünder Batteriebesetzt wurde. Das mörderische Feuer sowohl dieser Ar-j tillerie, als auch die Massen , welche jetzt das französi-sche Heer zum Kampfe fertig erblickte, überzeugte dieFeldherrn Napoleons , daß hier nicht die Nachhut ei-nes fliehenden Feindes, wohl aber die Hauptmacht des-selben aufgestellt sei. Darum suchte Marschall Macdo-i nald seine verschiedenen Streitmassen behend in Schlacht-! ordnnng zu entwickeln, und zwar zwischen Weinberg und> Klein-Fintz. Blücher , der wahrnahm, jetzt oder niesei der günstige Augenblick zur Schlacht, gebot Angriff,j Nur der rechte Flügel der Franzosen war Vortheilhaft an