gingen. Noch Abends (5 Uhr) griff Ondinot die preu-ßischen Abtheilungen des Generals Thu wen, bei Treb-bin an, und zwang sie, trotz hartnäckiger Gegenwehr,die Stadt zu räumen. Sie gingen nach Thyrow zurück,hielten aber den Thyrower Damm mit Mannschaft undGeschütz gehörig besetzt. Aus den Ortschaften Christinen-dorf und Nansdorf mußten die preußischen Vormächtenebenfalls weichen, weil auch auf diesen Puncten der 4teund 7te französische Heertheil vorgerückt war. Abendslagerte sich das Heer Oudinots und zwar mit dem4ten Armeecorps bei Schulzendorf , mit dem 7ten beiChristinendorf, die Divisionen Pacthod und Guille-minot, so wie die Reiter-Divisionen Defrance undFonrnier auf den Höhen dießseits Trebbin , die Divi-sionen Raglowich und Lorges bei Lukkenwalde. Amuemlichen Tag war auch der französische General Gerardmit 17 Bataillons, 6 Geschwadern Reiterei und 18 Stü-cken Geschütz, aus der vom General Puttlitz umstell-ten Festung Magdeburg hervorgebrochen, hatte nach kur-zem Gefecht das sehr schwache preußische Corps zumRückzug bis Burg gezwungen, und dann den Marsch bisKörbelitz fortgesetzt.
Der Kronprinz von Schweden , sobald er dasVordringen des feindlichen Heeres nach Trebbin undWittstock vernahm, gab (noch in der Nacht vom 21. zum22. August) Befehl zur schnellen Vereinigung seinerTruppen. Nothwendig mußte eine Schlacht über dasLoos von Preußens Hauptstadt entscheiden. Die Abthei-lungen der Generale Thümen und B o rst e l bliebeneinsweilen bei Thyrow und Mittenwalde , um die Bewe-gungen der Truppen zu decken, die nach ihren Sammel-plätzen eilten. Das Heer des Kronprinzen aber
stellte