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Die Stellung bei Lukkenwalde war offenbar zu aus-gedehnt. Wiederholte der Feind mit überlegener Machtseinen Angriff, konnten die nachtheiligsten Folgen entste-hen. General Lorges billigte deswegen den Vorschlagdes Generals Raglowich, gedrängtere Stellung zunehmen. Dem Bataillon Fortis wurden Besetzung undVertheidigung der Stadt, Vorwachten mit beigegebenerReiterei, und Bewachung der verschiedenen Wege über-tragen. Sein Rückhalt wurde das Bataillon des 8terrbayerischen Regimentes in der Stadt selbst. Alles übrigedes Fußvolks und der französischen Reiter-Division wardhinter der Stadt gelagert. So blieben die GeneraleRaglowich und Lorges auch den folgenden Tag (2!.August). Nur in weniger Ferne zeigten sich einzelnefeindliche Reiterhaufen; und zwei gegen Jüterbok ent-sendete Geschwader, sahen beträchtliche Kosaken-Schwarme.
Marschall Oudinot, der an diesem Tag mit 2seiner Divisionen Fußvolks und 2 Divisionen Reitereivon Gvttow über Scharfenbruk nach Trebbin gegangenwar, hatte die preußisch-russischen Vorwachten vor sichHergetrieben, die durch Trebbin gegen Lbwendorf zurück«
Verwirrung in ihre Reihen. Es kam daher auch während die-ses Fcldzuges so weit, daß endlich nie mehr die französischeReiterei Oudinots zum Vorpostensdienst verwendet wurde.Vielmehr war es das Fußvolk, welches bei allen Gelegenhei-ten die hinter sich aufgestellte Reiterei beschützen mußte.
Der französische General Lorges ehrte in den schmei-chelhaftesten Ausdrücken an den General Raglowich dastapfere Benehmen der bayerischen Brigade Maillot beiLukkenwalde, welche allein die Russen hinderte, einen glän-zenden Sieg davonzutragen.